# Belege: alle 103 Aussagen

Übersicht der Sammlung „Belege“ von Robert Haase, Stand 21. September 2026: jede Aussage in einer Zeile, mit Einstufung und Link zur Themendatei.

Eine Aussage gilt nur mit ihrer Grenze („Was die Zahl nicht sagt“). Grenze und Quelle stehen vollständig in der Themendatei, die jede Zeile nennt.

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## Wie diese Sammlung entsteht

Jede Zahl wird bis zu der Stelle zurückverfolgt, die sie erhoben hat, nicht bis zu dem Artikel, der sie zitiert. Auf dem Weg durch die Weitergaben verlieren Zahlen zuerst ihre Bezugsgröße, dann ihre Einschränkung, zuletzt ihre Herkunft. Ist eine Zahl nur über einen Dritten zugänglich, steht dieser Mittler in der Quellenzeile. Eigene Messungen tragen ihre Methode mit, unabhängig gegengeprüft sind sie bisher nicht.

**Die Grenze gehört zur Zahl.** Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Zahl, sondern die richtige mit einer Aussage, die weiter geht als der Beleg. Deshalb hat jeder Eintrag zwei Teile, und der zweite ist der wichtigere. Über jeder Zahl steht, was für ein Beleg sie ist, von der geprüften Erhebung bis zum Einzelfall. Davon hängt ab, wie weit sie trägt.

Was der Prüfung nicht standhält, kommt nicht herein oder wieder heraus, auch aus meinen eigenen Artikeln. In einem davon stand, 44 Prozent der US-Onlinekäufer begännen ihre Kaufreise im Sprachmodell, zugeschrieben an Bain. Bain nennt zwei andere Zahlen, 17 Prozent und 30 bis 45 Prozent, die unterwegs zu einer verschmolzen waren. Beide stehen jetzt hier, die 44 nicht.

Diese Seite altert. Jeder Eintrag trägt sein Datum, überholte Zahlen werden ersetzt und nicht still gelöscht. Wenn du einen Fehler findest: [schreib mir](mailto:hallo@robert-haase.de), ich korrigiere und vermerke das Datum.

Die Sammlung bildet nicht den Forschungsstand ab, sondern die Zahlen, die ich für eigene Texte gebraucht habe. Verwendung frei mit Quellenangabe. Verlinke im Zweifel die Primärquelle, nicht diese Seite.

## Themendateien

- KI-Suche, 16 Einträge: https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- Agenten, 34 Einträge: https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- Handel, 6 Einträge: https://robert-haase.de/belege-handel.md
- Haftung, 12 Einträge: https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- Marktgröße, 16 Einträge: https://robert-haase.de/belege-markt.md
- Urteil, 19 Einträge: https://robert-haase.de/belege-urteil.md

## KI-Suche (16)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (9) → llmstxt-abrufe, llmstxt-wirkung, google-leitfaden, mentions-vs-backlinks, inkonsistenz, pew-klicks, aio-klickrate, seer-klickrate, ebu-nachrichten
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (6) → json-ld-test, reddit-zitate, geo-40-prozent, aio-top10-uneinig, markenstatur-sichtbarkeit, zitier-position
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (1) → llmstxt-nutzen

- **llmstxt-abrufe** · Geprüfte Erhebung · Von rund 38.000 Domains mit einer llms.txt erhielten 97 Prozent im Mai 2026 keinerlei Abruf der Datei. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **llmstxt-wirkung** · Geprüfte Erhebung · Bei knapp 300.000 untersuchten Domains fand sich kein Zusammenhang zwischen einer llms.txt und der Häufigkeit, mit der eine Domain in KI-Antworten als Quelle auftauchte. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **google-leitfaden** · Herstellerdokumentation · Google erklärt llms.txt, Spezial-Markup und eigenes Chunking für die KI-Suche ausdrücklich für nicht nötig. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **json-ld-test** · Einzelner Test · 1.885 Seiten, die JSON-LD ergänzten, bewegten sich gegenüber 4.000 Kontrollseiten kaum: bei ChatGPT und Google AI Mode kein von null unterscheidbarer Effekt, bei den AI Overviews ein statistisch signifikanter Rückgang um 4,6 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **mentions-vs-backlinks** · Geprüfte Erhebung · Erwähnungen durch Dritte korrelieren mit der Sichtbarkeit in KI-Antworten deutlich stärker als die klassischen Größen der eigenen Website: 0,66 bis 0,74 gegen 0,27 bis 0,33 für die Domain-Autorität und 0,19 für die Zahl der eigenen Seiten. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **inkonsistenz** · Geprüfte Erhebung · Stellt man zweimal dieselbe Frage, liegt die Wahrscheinlichkeit unter eins zu hundert, dieselbe Markenliste zu bekommen. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **pew-klicks** · Geprüfte Erhebung · Erscheint eine KI-Zusammenfassung, klicken Nutzer bei 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Suchergebnis. Ohne Zusammenfassung sind es 15 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **aio-klickrate** · Geprüfte Erhebung · Steht eine KI-Zusammenfassung über den Ergebnissen, liegt die Klickrate der ersten organischen Position rund 58 Prozent niedriger. Auf Position 2 sind es 50,8 Prozent, auf Position 3 46,4 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **seer-klickrate** · Geprüfte Erhebung · Bei informationsgetriebenen Anfragen mit KI-Zusammenfassung fiel die organische Klickrate von 1,76 auf 0,61 Prozent, also um 61 Prozent. Bei Anfragen ohne Zusammenfassung fiel sie im selben Zeitraum von 2,74 auf 1,62 Prozent, also um 41 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **reddit-zitate** · Anbietermessung, vorläufig · Reddits Anteil an ChatGPTs Quellenangaben fiel binnen weniger Tage von 3,83 auf 0,52 Prozent. Am 8. August 2026 sprang ChatGPTs Gebrauch des site:-Operators von 0,37 auf 16,8 Prozent seiner abgeleiteten Suchabfragen. Ein zweites Anbieterpanel zählt im selben Fenster einen Rückgang der täglichen Reddit-Zitate von 497 auf 132, bei um 3,5 Prozent gestiegenem Gesamtzitatvolumen. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **geo-40-prozent** · Wird meist falsch zitiert · Die meistzitierte Zahl der KI-Sichtbarkeits-Branche, „bis zu 40 Prozent mehr Sichtbarkeit“, stammt aus einem Laboraufbau mit einem inzwischen abgelösten Modell und misst eine eigens definierte Kennzahl. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **ebu-nachrichten** · Geprüfte Erhebung · 45 Prozent der Antworten von vier KI-Assistenten zu Nachrichtenfragen hatten mindestens einen erheblichen Mangel. Bei 31 Prozent lag er in der Quellenbehandlung. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **aio-top10-uneinig** · Anbietermessungen, nicht vergleichbar · Wie viele der in Googles KI-Übersichten zitierten Quellen zugleich organisch in den Top 10 stehen, messen die beiden großen Anbieter unvereinbar: BrightEdge rund 17 Prozent im Mittel über Februar 2025 bis Februar 2026, Ahrefs 37,1 Prozent in seiner Erhebung vom 2. März 2026. Im einzigen Monat, für den beide eine Zahl ausweisen, ist der Abstand am größten: für Juli 2025 weist BrightEdge rund 16,6 Prozent aus, Ahrefs in seiner Erhebung aus demselben Monat 76,1 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **llmstxt-nutzen** · Kontrollierter Test des Anbieters, Ergebnisdaten offen · Auf 20 Doku-Websites arbeiteten zwei Coding-Agenten deutlich sparsamer, sobald deren Unterseiten ganz oben auf die llms.txt verwiesen. Claude Code brauchte im Mittel 25,4 statt 30,8 Sekunden und 175.000 statt 215.000 Tokens je Aufgabe, Codex 45,1 statt 57,1 Sekunden und 115.000 statt 156.000 Tokens. Das sind 18 bis 26 Prozent weniger. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **markenstatur-sichtbarkeit** · Anbietermessung, Preprint ohne Begutachtung · Fragt man KI-Suchsysteme nach einer Kategorie, ohne den Markennamen zu nennen, erscheinen global bekannte Marken im ersten Messlauf im Schnitt in 72,9 Prozent der Antworten, etablierte Mittelstands- und Regionalmarken in 43,6 Prozent, kleine und Nischenmarken in 11,4 Prozent. Von allen 149.912 gezählten Quellenangaben führen 2,9 Prozent auf die Website der Marke selbst, 75,2 Prozent auf die anderer Unternehmen derselben Kategorie. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md
- **zitier-position** · Anbietermessung, vorläufig · Von 18.012 Zitierungen ChatGPTs aus Webseiten stammen 44,2 Prozent aus den ersten 30 Prozent des Textes. Der mittlere Abschnitt, mit 40 Prozent Textlänge der breiteste, trägt 31,1 Prozent, der Schluss 24,7 Prozent. In einer zweiten Auswertung über 11.022 Zitierungen lag die Eigennamen-Dichte zitierter Einleitungen bei 20,6 Prozent, gegenüber 5 bis 8 Prozent, die der Autor aus Standardkorpora ableitet (Brown Corpus, Penn Treebank), ohne Rechenweg. → https://robert-haase.de/belege-ki-suche.md

## Agenten (34)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (24) → leere-buttons, javascript, lighthouse, a11y-tree, astryx-agenten, designsysteme-maschinenschnittstelle, dax-zutritt, dax-benennung, dax-landmarken, dax-bilder, verlage-robots, marken-robots, agenten-erfolg, frontify-mcp, canva-mcp, mcp-tool-poisoning, pulumi-brand-mcp, statista-mcp, rechtsvorbehalt-kommentar, google-ads-textregeln, microsoft-brand-kit, muse-connectors, adobe-markenpruefung, markup-ai-stilpruefung
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (7) → agent-ready, a11y-cua, klarna-700, monotype-mcp, veeva-mlr, abruf-kuerzung, olivares-access-map
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (3) → gitlab-markenrepo, aipref, mcp-primitive

- **leere-buttons** · Geprüfte Erhebung · Auf 30,6 Prozent von einer Million untersuchten Startseiten fanden sich Buttons ohne zugänglichen Namen, auf 51 Prozent Formularfelder ohne Beschriftung. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **agent-ready** · Vorläufig, Prototyp · In einem kontrollierten Versuch erreichten drei Browser-Agenten auf der agentenfreundlich gebauten Fassung eine strikte Erfolgsquote von 89,3 Prozent gegenüber 49,3 Prozent auf der Ausgangsfassung. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **a11y-cua** · Wird meist falsch zitiert · Die vielzitierte Zahl vom Absturz der Agenten-Erfolgsquote von 78 auf 42 Prozent stammt aus einer Studie, die keine einzige Website verändert hat. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **javascript** · Kontrollierter Test · Sieben verbreitete KI-Assistenten aus den USA führen beim nutzerausgelösten Abruf kein JavaScript aus und werten nur das rohe HTML aus. Fünf andere tun es. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **lighthouse** · Herstellerdokumentation · Lighthouse führt seit Version 13.3.0 vom 7. Mai 2026 eine Kategorie „Agentic Browsing“ in der Standardkonfiguration. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **a11y-tree** · Herstellerdokumentation · Google nennt drei Wege, auf denen Agenten eine Seite wahrnehmen: Bildschirmfotos, rohes HTML und den Accessibility-Baum. Moderne Agenten kombinieren sie. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **astryx-agenten** · Herstellerdokumentation · Meta hat sein acht Jahre intern gewachsenes Designsystem im Juni 2026 als Open Source veröffentlicht und begründet dessen Bauweise ausdrücklich mit Agenten: Designsysteme seien historisch für den menschlichen Gebrauch entworfen worden, und da immer mehr Code von Agenten geschrieben werde, müsse man ihre Struktur neu denken. Bedient wird das System über Kommandozeile oder MCP. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **designsysteme-maschinenschnittstelle** · Geprüfte Erhebung · Von 21 untersuchten Open-Source-Designsystemen liefern 18 einen herstellereigenen MCP-Server, 18 offizielle Agent Skills und 15 eine llms.txt. Die Erhebung fasst das so zusammen: „Nobody is still arguing about whether to ship a machine interface.“ → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **gitlab-markenrepo** · Dokumentierter Einzelfall · GitLab pflegt Markenstimme, Namensregeln, Markenzeichen-Richtlinien, Werte und Mission als Markdown-Dateien in einem öffentlichen Repository. Jede Änderung trägt ein Datum, einen Klarnamen und eine schriftliche Begründung. Ein Beispiel: Am 22. Mai 2025 wurden die drei Merkmale der Markenpersönlichkeit neu gefasst, in einem einzelnen Commit über vier eingefügte und fünf gelöschte Zeilen, eingereicht von der Senior Brand Managerin Betsy Bula, begründet mit der Angleichung an die aktuelle Kommunikation und den Unternehmensplan FY26. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **aipref** · Stand der Normung · Ein einheitlicher Standard dafür, wie Websites die KI-Nutzung ihrer Inhalte erlauben oder untersagen, existiert bis heute nicht. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **dax-zutritt** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Von 160 angefragten Startseiten weisen 12 einen automatisierten Abruf mit aktiver Bot-Abwehr zurück, also 7,5 Prozent. Sie stammt bei zehn der zwölf Seiten von Akamai oder Cloudflare, bei Siemens und der Hannover Rück von Amazons CloudFront. Bei 18 von 22 auf HTTP-Ebene geprüften Seiten kam dieselbe Abweisung unabhängig von der Browser-Kennung; die Erkennung greift dort am TLS-Fingerabdruck und an der Reihenfolge der HTTP-Header. Bei den beiden CloudFront-Seiten entscheidet die Kennung allein. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **dax-benennung** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Auf 135 Startseiten deutscher Börsenunternehmen aus DAX, MDAX und SDAX tragen 456 von 13.527 Bedienelementen keinen Namen im Accessibility-Baum, also 3,4 Prozent. Die Quote unterscheidet sich zwischen den drei Indizes kaum: DAX 3,1, MDAX 3,8, SDAX 3,3 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **dax-landmarken** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · 52 von 135 Startseiten deutscher Börsenunternehmen haben keine Hauptinhalt-Landmarke. Für ein Programm, das die Seite liest, fehlt damit die Angabe, wo der Inhalt beginnt und die Navigation endet. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **dax-bilder** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Auf 135 Startseiten deutscher Börsenunternehmen aus DAX, MDAX und SDAX tragen 1.662 von 3.979 Bildern, die Chrome im Accessibility-Baum ausweist, keinen Namen, also 41,8 Prozent. Unter den daraufhin nach Elementart untersuchten namenlosen Bildern sind 86 Prozent inline eingebundene SVG-Grafiken und 13 Prozent klassische img-Elemente. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **verlage-robots** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Von 76 auswertbaren deutschsprachigen Nachrichten- und Fachmedien sperren 44 in ihrer robots.txt mindestens einen Trainings-Crawler, also 57,9 Prozent. GPTBot sperren 38 von ihnen, also genau die Hälfte, CCBot 40 und Bytespider 36. Den Suchbot desselben Anbieters sperren weit weniger: OAI-SearchBot steht bei 8 Medien auf der Liste, das sind 10,5 Prozent. 11 Medien sperren das Training, ohne einen KI-Suchbot oder einen Abruf auf Nutzerfrage zu sperren. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **marken-robots** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Von 148 auswertbaren Startseiten der Unternehmen aus DAX, MDAX und SDAX sperren 10 mindestens einen Trainings-Crawler, also 6,8 Prozent; GPTBot sperren 4. 138 sperren keinen einzigen KI-Zugriff, darunter 14, die gar keine robots.txt ausliefern. 7 Unternehmen schreiben einem KI-Crawler eine ausdrückliche Erlaubnis in die Datei, 6 davon sperren zugleich keinen: Es gibt fast so viele Einladungen wie Sperren. Die einzige Reservierung von Rechten für Text und Data Mining, die sich im Index finden ließ, steht bei einem Wissenschaftsverlag, und der sperrt keinen einzigen Crawler. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **agenten-erfolg** · Geprüfte Erhebung · Auf 300 Aufgaben über 136 echte Websites ist die Erfolgsquote der besten Web-Agenten in zehn Monaten von 61 auf 97,7 Prozent gestiegen. Als der Benchmark im Oktober 2025 zum ersten Mal ausgewertet wurde, meldete ein Agent selbst 89 Prozent und erreichte gemessen 30; die meisten schlugen einen simplen Agenten von Anfang 2024 nicht. Im August 2026 löst der beste Eintrag auch die schwersten Aufgaben, die elf Schritte und mehr brauchen, vollständig. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **frontify-mcp** · Herstellerdokumentation · Frontify öffnet sein Markenportal über einen selbst betriebenen MCP-Server. Am 17. September 2026 führt er, einzeln aufgeführt, 53 Werkzeuge in zehn Paketen, gestuft vom rein lesenden bis zum vollen Verwaltungszugriff; am 10. September waren es 54. Das lesende Discovery-Paket enthält 24 Werkzeuge, das Admin-Paket alle 53, zwei davon sind als destruktiv gekennzeichnet. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **canva-mcp** · Herstellerdokumentation · Canva betreibt einen offiziellen MCP-Server und dokumentiert dafür 33 Werkzeuge. 27 stehen in allen Tarifen, darunter Designs erzeugen und exportieren. Vier setzen mindestens Canva Pro voraus, darunter Brand Kits auflisten und Markenvorlagen nutzen. Zwei bleiben Enterprise vorbehalten: eine Vorlage automatisch befüllen und den zugehörigen Datensatz auslesen. Jeder meldet sich einzeln an, ein Agent hat die Rechte des angemeldeten Menschen. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **klarna-700** · Wird meist falsch zitiert · Klarnas meistzitierte KI-Zahl ist eine Schätzung, kein Personalstand: Die Pressemitteilung von Februar 2024 nennt „the equivalent work of 700 full-time agents“. Derselbe Wert steht im Börsenprospekt von September 2025 bei über 700 und im Geschäftsbericht von Februar 2026 in der Unternehmensbeschreibung weiter bei über 700, im Lagebericht desselben Berichts bei über 850. Der Personalstand steht daneben: rund 5.527 Vollzeitbeschäftigte Ende 2022, rund 2.831 Ende 2025. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **mcp-primitive** · Stand der Normung · Das Model Context Protocol kennt drei Server-Bausteine mit je einer vorgesehenen Steuerungsinstanz: Werkzeuge (Tools) ruft das Modell auf, Ressourcen (Resources) steuert die Anwendung, Prompt-Vorlagen (Prompts) wählt der Nutzer aus. Verbindlich ist das nicht. Alle drei Kapitel tragen denselben Nachsatz: Das Protokoll schreibe kein bestimmtes Interaktionsmodell vor. Im Tools-Kapitel folgt darauf sofort eine Soll-Regel: Ein Mensch soll jederzeit einen Werkzeugaufruf ablehnen können. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **mcp-tool-poisoning** · Begutachtete Benchmark und Test des Anbieters · In einer Werkzeugbeschreibung versteckte Anweisungen bringen einen Agenten dazu, den privaten SSH-Schlüssel zu lesen und über einen Parameter namens „sidenote“ an einen fremden Server zu schicken; im Bestätigungsdialog steht nur der Name eines Additionswerkzeugs. Eine Benchmark auf 45 echten MCP-Servern mit 353 Werkzeugen misst über 20 Modelleinstellungen im Mittel 36,5 Prozent Angriffserfolg, höchstens 72,8. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **monotype-mcp** · Anbieterangaben, Beta · Monotype hat am 15. Juli 2026 eine Beta seines Enterprise MCP Connectors angekündigt. Er verbindet KI-Werkzeuge mit Schriftbibliothek, Lizenzangaben und Produktionsfreigaben eines Kunden: Er gleicht KI-Entwürfe gegen die Bibliothek ab, prüft referenzierte Schriften gegen die Produktionsschriftliste und gibt CSS im Chat zurück, sofern die Projektschriften zur Bibliothek gehören. Er läuft über das Model Context Protocol, zunächst in Claude und Claude Design. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **pulumi-brand-mcp** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Pulumi veröffentlicht die eigenen Markenrichtlinien als MCP-Server unter brand.pulumi.com/mcp. Er antwortete am 10. und am 17. September 2026 ohne Anmeldung und führt unverändert 13 Ressourcen, eine Vorlage, 11 Werkzeuge und 3 Prompts; unter den Ressourcen Markenstimme, Schreibregeln und verbindliche Produktnamen. Eine Ressource regelt generative KI im Klartext, gerichtet an den Menschen: „never ship raw model output as a finished piece“, „never publish anything without a human reviewing it first“. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **statista-mcp** · Herstellerdokumentation · Statista betreibt einen MCP-Server unter api.statista.ai/v1/mcp mit sechs dokumentierten Werkzeugen. Jeder Aufruf wird einzeln in Credits abgerechnet, gestaffelt nach Antwortart: Suchen kostet 0 oder 1 Credit, das Abrufen der Zahlen selbst 10 bis 15. Ohne Schlüssel antwortet der Server mit 401 Unauthorized. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **veeva-mlr** · Pressemitteilungen des Anbieters · Im regulierten Pharma-Freigabeverfahren ist die maschinelle Vorprüfung von Markenvorgaben ausgeliefertes Produkt. Veeva meldet am 3. Dezember 2025 einen Quick Check Agent, der Inhalte anhand redaktioneller, Marken-, Markt-, Kanal- und Compliance-Vorgaben prüft, bevor die MLR-Prüfung selbst beginnt. Am 23. Juni 2026 übernimmt Veeva den Anbieter Copli und startet ihn als Falcon MLR, mit dem erklärten Potenzial, binnen fünf Jahren 70 Prozent oder mehr der MLR-Handarbeit zu beseitigen. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **rechtsvorbehalt-kommentar** · Eigene Erhebung, reproduzierbar · Von 77 deutschsprachigen Nachrichten- und Fachmedien erklären 20 in ihrer robots.txt einen Rechtsvorbehalt gegen Text und Data Mining, und zwar als Kommentarzeile: 16 nennen ausdrücklich § 44b UrhG, vier weitere berufen sich auf österreichisches oder europäisches Recht oder nennen den Vorbehalt ohne Paragraphen. Unter den Startseiten der Unternehmen aus DAX, MDAX und SDAX tut das keine einzige. Eine maschinell auswertbare Form, die *TDM-policy*-Zeile in derselben Datei, steht in keiner der geprüften Dateien. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **abruf-kuerzung** · Eigener Test, ein Werkzeug · Das Standard-Abrufwerkzeug eines Agenten las von einer Seite mit 128.000 Zeichen sichtbarem Text nur den vorderen Teil. Eine Handprobe am selben Morgen fand den Abbruch bei Eintrag 65 von 90; das Werkzeug selbst gab „etwa 80“ Einträge an und die Abbruchstelle mit 100.000 bis 115.000 Zeichen. In einem Abnahmetest mit zehn festen Fragen, jede zweimal gestellt, wies es nur bei drei Fragen auf die Kürzung hin, obwohl ein sichtbarer Satz auf der Seite genau dafür das Erkennungsmerkmal nannte. Mit einer Ankerkarte führten Fragen nach einem bestimmten Eintrag in 6 von 6 Fällen zur richtigen Datei, Zählfragen in 4 von 4. Bei begrifflichen Fragen antwortete es aus dem gekürzten Text weiter, ohne den Abbruch zu erwähnen. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **google-ads-textregeln** · Herstellerdokumentation · In Google Ads lassen sich Markenregeln in eigenen Worten hinterlegen, in Performance-Max-Kampagnen und in Search-Kampagnen mit AI Max: bis zu 25 ausgeschlossene Begriffe und bis zu 40 Vorgaben, welche Vorstellungen, Verknüpfungen oder Stile zu vermeiden sind, jeweils je Kampagne. Beide Wege schließen aus, sie schreiben nichts vor, und sie wirken nur auf automatisch angepasste Textbausteine, nicht auf Bilder. Auf derselben Hilfeseite warnt Google, ungeeignete Vorgaben könnten eine große Zahl brauchbarer Texte entfernen und die Leistung senken. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **microsoft-brand-kit** · Herstellerdokumentation · Microsofts Copilot lernt eine Marke aus genau einem PDF. Ein Brand Manager lädt die Richtlinien hoch, Copilot zieht daraus Farbpaletten, Stile, Markenstimme sowie Regeln zu Logo und Typografie. Unterstützt wird nur ein einziges Richtliniendokument: Für ein neues muss das bestehende entfernt werden, und die hochgeladenen Richtlinien überschreiben vorhandene Werte im Brand Kit, die Markenstimme eingeschlossen. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **muse-connectors** · Herstellerdokumentation · Meta hat seinen persönlichen Agenten Muse am 8. September 2026 in den USA gestartet. Die Nutzer entscheiden, mit welchen Anwendungen er sich verbindet und wie viel Zugriff er bekommt, und vor sensiblen Schritten wie dem Versand einer E-Mail oder einem Kauf fragt er nach. Unternehmen können für Muse eigene Connectors einreichen: Meta prüft sie auf Funktion, Sicherheit und rechtliche Anforderungen, danach finden Nutzer sie in Muse. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **olivares-access-map** · Anbieterangaben, Beta · Für die Rechte von KI-Agenten gibt es Software. Olivares findet Agenten, Sitzungen, Modelle, MCP-Server, Werkzeuge und Identitäten im eigenen Betrieb, führt eine Karte der Lese- und Schreibrechte und stellt ihr gegenüber, was tatsächlich beobachtet wurde. Regeln werden an vier Stellen deny-closed durchgesetzt, darunter ein Gate für MCP-Werkzeugaufrufe. Budgets können Ausgaben sperren oder drosseln, und jeder Vorgang landet in einem hash-verketteten, mit Ed25519 signierten Protokoll. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **adobe-markenpruefung** · Herstellerdokumentation · Adobe prüft Kampagnenentwürfe maschinell gegen hinterlegte Markenrichtlinien und zeigt das Ergebnis als Prozentwert. Er ist der Anteil der Richtlinien, die ein Entwurf besteht, an den geprüften Richtlinien. Dazu kommen Bestanden-oder-nicht-Ergebnisse für Kanalvorgaben wie Meta und LinkedIn und für die Barrierefreiheit nach ADA. Der Wert wird nach jeder Änderung neu gerechnet. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md
- **markup-ai-stilpruefung** · Herstellerdokumentation · Markup AI prüft Inhalte gegen die eigenen Sprach- und Stilvorgaben und ist dabei selbst über MCP erreichbar. Das Werkzeug markiert, was nicht passt, begründet es und liefert einen Formulierungsvorschlag zum Übernehmen; jeder Text wird zusätzlich gegen die hinterlegten Vorgaben bewertet. Der Anbieter betreibt dafür einen MCP-Server unter api.markup.ai, an den sich Assistenten wie Claude oder Cursor anschließen, etwa mit der Aufforderung, einen Absatz auf Abweichungen von der Markenstimme zu prüfen. → https://robert-haase.de/belege-agenten.md

## Handel (6)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (1) → airline-direktkanal
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (0)
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (5) → checkout-rueckbau, walmart-verhandlung, journey-start, kaufentscheidung, ucp-gremium-ohne-zahlen

- **checkout-rueckbau** · Marktbeobachtung · Der Kauf direkt im Chat wurde gut fünf Monate nach dem Start zurückgebaut. Live waren zu dem Zeitpunkt je nach Quelle ein Dutzend oder knapp dreißig Shopify-Händler. → https://robert-haase.de/belege-handel.md
- **airline-direktkanal** · Kontrollierter Test · In einem Test der Flugsuche steuerten Sprachmodelle die Website der Airline nur in etwa fünf Prozent der Fälle direkt an. Bevorzugt wurden Buchungsportale. → https://robert-haase.de/belege-handel.md
- **walmart-verhandlung** · Anbieter- und Unternehmensangaben · Walmart lässt Lieferantenverhandlungen von einem KI-System führen: 2.000 Verhandlungen gleichzeitig, rund drei Prozent durchschnittliche Einsparung, drei von vier Lieferanten verhandeln lieber mit der Maschine als mit einem Menschen. → https://robert-haase.de/belege-handel.md
- **journey-start** · Befragung · 30 bis 45 Prozent der US-Verbraucher nutzen generative KI für Produktrecherche und Vergleich. Ihren Weihnachtseinkauf auf einer KI-Plattform beginnen wollten 17 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-handel.md
- **kaufentscheidung** · Befragung · Nur 11 Prozent der Befragten würden einer KI die Kaufentscheidung überlassen, und das auch nur in Kategorien mit geringem Einsatz wie Körperpflege und Haushaltswaren. → https://robert-haase.de/belege-handel.md
- **ucp-gremium-ohne-zahlen** · Stand der Normung · Der Tech Council des Handelsprotokolls UCP hat 16 Sitze; seit dem 24. April 2026 sitzen dort neben Google, Shopify, Etsy, Target und Wayfair auch Amazon, Meta, Microsoft, Stripe und Salesforce. Wie viele Händler das Protokoll tatsächlich einsetzen, nennt keine der beteiligten Firmen. Google führt Beispielhändler an, verbunden mit dem Wort „bald“: Nike, Sephora, Target, Ulta Beauty, Walmart, Wayfair sowie Shopify-Händler wie Fenty und Steve Madden. → https://robert-haase.de/belege-handel.md

## Haftung (12)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (4) → air-canada, olg-hamm, perplexity-cfaa, screenshot-metadaten
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (1) → ai-overview-muenchen
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (7) → cursor-bot, ai-act, produkthaftung-komplexitaet, auftragsverarbeitung-weisung, chevrolet-dollar, dpd-chatbot, nyc-mycity

- **air-canada** · Tribunal-Entscheidung · Air Canada haftet für die Zusage seines Chatbots. Die Verteidigung, der Bot sei für sein Handeln selbst verantwortlich, nannte der Entscheider „a remarkable submission“. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **cursor-bot** · Dokumentierter Vorfall · Der Support-Agent von Cursor erfand eine Nutzungsregel, die es nie gab, und antwortete unter dem Namen „Sam“. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **ai-act** · Rechtslage · Die Transparenzpflichten des EU AI Act für Chatbots und für KI-erzeugte Inhalte gelten seit dem 2. August 2026. Generative Systeme, die vorher in Verkehr gebracht wurden, müssen die maschinenlesbare Kennzeichnung bis zum 2. Dezember 2026 nachrüsten. Die Hochrisiko-Pflichten wurden auf den 2. Dezember 2027 und den 2. August 2028 verschoben. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **olg-hamm** · Gerichtsurteil, rechtskräftig · Ein deutsches Oberlandesgericht hat rechtskräftig entschieden, dass ein Unternehmen für die irreführenden Aussagen seines eigenen KI-Chatbots unmittelbar haftet. Der Chatbot sei kein Dritter im Sinne des Gesetzes. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **produkthaftung-komplexitaet** · Rechtslage · Die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie zählt Software in Artikel 4 ausdrücklich zu den Produkten. Nach Artikel 10 *geht ein Gericht von der Fehlerhaftigkeit aus*, wenn deren Beweis dem Kläger „insbesondere aufgrund der technischen oder wissenschaftlichen Komplexität übermäßig schwierig“ ist und er nur noch ihre Wahrscheinlichkeit nachweist. Dieselbe Vermutung greift, wenn der Beklagte angeordnete Beweismittel nicht offenlegt. Umzusetzen ist die Richtlinie bis zum 9. Dezember 2026. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **ai-overview-muenchen** · Einstweilige Verfügung, durch Vergleich gegenstandslos · Ein deutsches Landgericht hat Google im Eilverfahren untersagt, in seiner KI-Übersicht acht Behauptungen über ein Verlagshaus und sieben über ein Unternehmen desselben Hauses zu verbreiten, darunter Betrugsmasche und Abo-Falle. Es sah darin eigene, Google zurechenbare Inhalte statt bloßer Suchergebnisse, hielt Google für eine unmittelbare Störerin und verneinte die Haftungsprivilegien für Hostprovider und Suchmaschinen. Nach Googles Berufung endete der Streit durch Vergleich. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **auftragsverarbeitung-weisung** · Rechtslage · Für Verarbeitung im Auftrag verlangt die Datenschutz-Grundverordnung einen Vertrag oder ein anderes Rechtsinstrument, das vorsieht, dass der Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen verarbeitet (Art. 28 Abs. 3 lit. a); unmittelbar bindet Art. 29, nachweispflichtig ist der Verantwortliche (Art. 24 Abs. 1). Die Kippgrenze zieht Art. 28 Abs. 10: Ein Auftragsverarbeiter, der unter Verstoß gegen die Verordnung die Zwecke und Mittel der Verarbeitung bestimmt, gilt in Bezug auf diese Verarbeitung als Verantwortlicher. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **chevrolet-dollar** · Dokumentierter Vorfall · Der ChatGPT-gestützte Chatbot eines Chevrolet-Händlers sagte den Verkauf eines neuen Tahoe für einen Dollar zu und nannte das ein rechtlich bindendes Angebot ohne Rücktrittsmöglichkeit. Diese Formel hatte der Nutzer dem Chatbot im selben Gespräch wörtlich vorgegeben. Kurz darauf ging der Chatbot offline. Von einem Versuch, das Angebot einzufordern, berichtet keine der Quellen. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **dpd-chatbot** · Dokumentierter Vorfall · Der Chatbot des Paketdienstes DPD nannte das eigene Unternehmen „the worst delivery firm in the world“, nachdem ein Kunde ihn aufgefordert hatte, bessere Zusteller zu empfehlen und in seinem Hass zu übertreiben. DPD teilte mit, das KI-Element sei sofort abgeschaltet worden. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **nyc-mycity** · Dokumentierter Vorfall · New Yorks amtlicher MyCity-Chatbot riet Unternehmen zu Handlungen, die in der Stadt verboten sind: bargeldlos zu arbeiten, Trinkgeld der Beschäftigten einzubehalten und Mieter mit Wohngutscheinen abzuweisen. Zehn Mitglieder der Redaktion stellten dieselbe Frage, alle zehn bekamen dieselbe falsche Antwort. Die Stadt verteidigte ihn als Pilotprogramm; nach fast zwei weiteren Jahren wurde er Anfang Februar 2026 als Sparposten abgeschaltet. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **perplexity-cfaa** · Gerichtsurteil, nicht endgültig · Ein US-Bundesberufungsgericht hat am 4. August 2026 die einstweilige Verfügung gegen Perplexity aufgehoben und zurückverwiesen. Setzt jemand einen Einkaufsagenten ein, dann greift nach dem Computer Fraud and Abuse Act der Nutzer auf die fremde Website zu, der Agent ist sein Werkzeug, der Anbieter greift selbst nicht zu, solange der Agent im Browser des Nutzers läuft und dessen Server die fremde Seite nie selbst aufrufen. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md
- **screenshot-metadaten** · Herstellerdokumentation · Ein Screenshot enthält die C2PA-Herkunftsdaten des Originals nicht: Sie liegen in der Datei, er erzeugt eine neue. Umgekehrt signiert eine C2PA-fähige Kamera, die ein KI-Bild abfotografiert, die Aufnahme, ohne Hinweis auf den KI-Ursprung. Im Regelfall hält sie Gerät, Zeit und Ort in den Metadaten fest und kann den Bildinhalt nicht analysieren; was eingetragen wird, liegt laut derselben Seite beim Hersteller. → https://robert-haase.de/belege-haftung.md

## Marktgröße (16)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (2) → ki-nutzung-deutschland, ki-anteil-artikel
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (8) → machine-customers, marktgroesse, mcp-verbreitung, agentenhandel-2030, dark-data-55, ki-verkehrsanteil, markenklone, suchmarkt-wachstum
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (6) → nicht-menschlicher-verkehr, cmo-ki-anteil, geo-verbreitung, in-house-verlagerung, insourcing-absicht, agentur-selbstbild

- **machine-customers** · Selbsteinschätzung, Prognose · In einer Gartner-Befragung schätzen Vorstandschefs, dass bis 2030 15 bis 20 Prozent ihres Umsatzes von Maschinen als Kunden kommen. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **marktgroesse** · Anbieterangaben · Die großen Nutzerzahlen der KI-Systeme stammen von den Anbietern selbst und sind nicht miteinander vergleichbar: rund 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer bei ChatGPT, über eine Milliarde monatliche Nutzer bei Googles AI Mode. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **ki-nutzung-deutschland** · Amtliche Statistik · 26 Prozent der deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten nutzten 2025 KI-Technologien. Bei den großen Unternehmen ab 250 Beschäftigten sind es 57 Prozent, bei den kleinen 23 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **nicht-menschlicher-verkehr** · Marktbeobachtung · Cloudflare meldet für 2026 erstmals, dass mehr als die Hälfte des Verkehrs im Internet nicht von Menschen stammt. Belastbarer beziffert im selben Bericht: 52 Prozent der Crawler-Anfragen dienten im Juni 2026 dem Training von KI-Modellen, gegenüber 22 Prozent im Frühjahr 2025. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **mcp-verbreitung** · Anbieterangaben · Anthropic nennt zur Übergabe des Model Context Protocol an die Linux Foundation am 9. Dezember 2025 mehr als 10.000 aktive öffentliche MCP-Server und über 97 Millionen monatliche SDK-Downloads für Python und TypeScript. Zu den Platin-Mitgliedern der neuen Agentic AI Foundation zählt die Stiftung AWS, Anthropic, Block, Bloomberg, Cloudflare, Google, Microsoft und OpenAI. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **agentenhandel-2030** · Hausprognosen, nicht vergleichbar · Morgan Stanley veranschlagt für 2030 190 bis 385 Milliarden Dollar US-Onlinehandel durch „agentic shoppers“, also 10 Prozent Marktanteil im wahrscheinlichen, bis zu 20 Prozent im optimistischen Fall. Bain nennt neun Tage später 300 bis 500 Milliarden Dollar für „agentic commerce“, rund 15 bis 25 Prozent. Nur Bain nennt eine Einschlussregel und zählt beeinflusste Käufe mit. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **cmo-ki-anteil** · Befragung · Marketingverantwortliche in US-Unternehmen setzen KI oder maschinelles Lernen in 24,2 Prozent der Zeit ein, in der sie Marketing optimieren und automatisieren. Das typische Unternehmen nennt 20 Prozent. Zwei Erhebungen zuvor waren es 13,1 (September 2024) und 17,2 Prozent (Anfang 2025). Für generative KI allein stieg der Wert von 7,0 über 15,1 auf 22,4 Prozent. In drei Jahren erwarten dieselben Befragten 55,9 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **dark-data-55** · Wird meist falsch zitiert · Die meistzitierte Zahl zu ungenutzten Unternehmensdaten, 55 Prozent, bündelt Selbstschätzungen der 1.357 Befragten über das eigene Haus. Erhoben hat sie 2018/19 die Research-Einheit der PR-Agentur FleishmanHillard im Auftrag von Splunk, einem Anbieter von Software zur Auswertung genau dieser Daten. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **geo-verbreitung** · Befragung · 78 von 188 US-Unternehmen, die diese Frage beantwortet haben, setzen KI für Generative Engine Optimization ein, also dafür, dass eigene Inhalte in KI-erzeugten Suchantworten auftauchen. Das sind 41,5 Prozent, bei einem 95-Prozent-Intervall von plus/minus 7,1 Prozentpunkten. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **in-house-verlagerung** · Befragung · In der Mitgliederbefragung des US-Werbeverbands ANA gaben 2023 82 Prozent der befragten Mitglieder an, eine eigene Inhouse-Agentur zu haben, nach 78 Prozent 2018, 58 Prozent 2013 und 42 Prozent 2008. Dass sie in den drei Jahren davor laufendes Geschäft von einer externen Agentur nach innen geholt hatten, sagten 2023 65 Prozent, 2018 waren es 70, 2013 erst 56. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **ki-anteil-artikel** · Geprüfte Erhebung · Von den englischsprachigen Artikeln, die im ersten Quartal 2026 neu erschienen, waren 49,9 Prozent überwiegend KI-generiert. Seit Anfang 2025 schwankt der Anteil zwischen 44,6 und 50,9 Prozent, ohne Trend nach oben. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **ki-verkehrsanteil** · Drei Anbietermessungen · Drei Anbieter von Analysewerkzeugen beziffern, welcher Anteil der Website-Besuche aus einem KI-Assistenten kommt: Contentsquare 0,2 Prozent im vierten Quartal 2025, Semrush 0,14 Prozent für das Jahr 2025, Conductor 1,08 Prozent für Mai bis September 2025. Drei getrennt erhobene Messungen, Bruchteile eines Prozents bis gut ein Prozent. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **markenklone** · Anbieterangaben · Der Takedown-Anbieter Netcraft gibt an, zwischen März 2024 und März 2025 gegen 1,3 Millionen Phishing-Seiten vorgegangen zu sein, die mehr als 16.000 Organisationen nachahmten. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **suchmarkt-wachstum** · Marktbeobachtung auf Schätzdaten · Zwischen dem ersten Quartal 2023 und dem vierten Quartal 2025 ist die Summe aus Suchmaschinen-Besuchen und suchähnlichen KI-Sitzungen weltweit um 26 Prozent gestiegen, von 82,0 auf 103,2 Milliarden im Monat. Googles Anteil fällt von 89 auf 71 Prozent, ChatGPT kommt auf 20 Prozent. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **insourcing-absicht** · Befragung · Auf die Frage „Planen Sie, durch KI künftig mehr Marketing-Leistungen intern abzudecken?“ antworten 80,0 Prozent von 170 Führungskräften aus deutschen Unternehmen mit Budget- und Entscheidungsverantwortung mit Ja, 11,2 Prozent mit Nein, 8,8 Prozent wissen es nicht. Über die Unternehmensgrößen hinweg ist die Absicht stabil: 79 Prozent bei Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitenden, 81 Prozent bei 1.000 und mehr. → https://robert-haase.de/belege-markt.md
- **agentur-selbstbild** · Befragung · 96,2 Prozent von 78 Führungskräften aus Mitgliedsagenturen des GWA stufen den KI-Reifegrad der eigenen Agentur als „fortgeschritten“ (71,8 Prozent) oder „Experte“ (24,4 Prozent) ein, 3,8 Prozent als „Anfänger“. Den durchschnittlichen Wissensstand der gesamten Agenturbranche im DACH-Raum bewerten dieselben Befragten auf einer Skala von 1 bis 5 mehrheitlich mit 3 (57,7 Prozent), 19,2 Prozent mit 2 und 23,1 Prozent mit 4; die Extremwerte 1 und 5 wählt niemand. → https://robert-haase.de/belege-markt.md

## Urteil (19)

+ Geprüfte Erhebung, Herstellerdokumentation oder Gerichtsentscheidung (7) → metr-selbsteinschaetzung, jagged-frontier, homogenisierung, sykophanz, cowan-standards, kompetenz-nivellierung, boussioux-neuheit-wert
+ Vorläufig: Prototyp, Einzeltest, Prognose oder Anbieterangabe (0)
+ Sachstand, Fallbericht oder Marktbeobachtung (12) → strategie-trendslop, markenspezifikation-wirkung, foresight-performance, prognose-mensch-maschine, prognose-assistenz, abbott-zustaendigkeit, esposito-kommunikation, drei-arbeitsweisen, aufwand-statt-koennen, mintzberg-muster, wahrgenommene-differenzierung, de-skilling

- **metr-selbsteinschaetzung** · Kontrollierter Test · Erfahrene Entwickler brauchten mit KI-Werkzeugen 19 Prozent *länger*, hielten sich dabei aber für 20 Prozent schneller. Vorher hatten sie 24 Prozent Beschleunigung erwartet. Zwischen gemessener und empfundener Wirkung liegen 43 Prozentpunkte, mit umgekehrtem Vorzeichen. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **jagged-frontier** · Kontrollierter Test · In einem präregistrierten Experiment mit 758 Unternehmensberatern erledigten die KI-Nutzer 12,2 Prozent mehr Aufgaben, arbeiteten 25,1 Prozent schneller und lieferten über 30 Prozent bessere Qualität, solange die Aufgabe innerhalb der Modellfähigkeit lag. Bei einer Aufgabe knapp außerhalb lagen sie 19 Prozentpunkte häufiger falsch als die Gruppe ohne KI. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **homogenisierung** · Kontrollierter Test · 293 Teilnehmende schrieben je eine Kurzgeschichte, ein Teil davon mit Startideen von GPT-4, 600 Leser bewerteten sie. Mit KI-Idee galten die Geschichten als neuartiger, plus 5,4 Prozent bei Zugang zu einer Idee, plus 8,1 Prozent bei bis zu fünf. Zugleich glichen sie einander an: Die Ähnlichkeit einer Geschichte zum Mittel der übrigen ihrer Gruppe stieg um 0,871 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100, laut Autoren 10,7 Prozent der Spannweite, die die Gruppe ohne KI aufspannte. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **strategie-trendslop** · Redaktionell geprüft · Sieben Sprachmodelle wurden vor sieben strategische Grundsatzfragen gestellt, jede als Entweder-oder. Bei sechs der sieben wählten alle Anbieter dieselbe Seite, etwa Differenzierung vor Kostenführerschaft und Augmentierung vor Automatisierung; nur bei Exploration gegen Exploitation gingen sie auseinander. Zwei Nachuntersuchungen an ChatGPT-5 mit je über 15.000 Durchläufen prüften, ob sich diese Schlagseite wegprompten lässt. Kaum: Bei Differenzierung und Augmentierung senkte besseres Prompten den Anteil voreingenommener Antworten um weniger als 2 Prozent, zusätzlicher Unternehmenskontext verschob ihn im Mittel um 11 Prozent, in beide Richtungen. Die Autoren nennen das „strategy trendslop“, die sozial erwünschteste Antwort des Internet-Durchschnitts. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **sykophanz** · Kontrollierter Test und Herstellerdokumentation · Zustimmung ist im Trainingssignal belohnt. Anthropic hat dafür 15.000 Antwortpaare aus den eigenen Rückmeldungsdaten ausgewertet: Ob eine Antwort den Überzeugungen des Nutzers entspricht, gehört durchgehend zu den stärksten Vorhersagern dafür, welche Antwort Menschen vorziehen. Ein einzelnes Merkmal verschiebt diese Wahrscheinlichkeit um höchstens rund 6 Prozentpunkte. Im April 2025 nahm OpenAI ein GPT-4o-Update zurück, weil das Modell übermäßig gefällig geworden war, und nennt als vorläufige Erklärung drei zusammenwirkende Änderungen, darunter ein zusätzliches Belohnungssignal aus den Daumen-hoch- und Daumen-runter-Rückmeldungen der Nutzer. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **markenspezifikation-wirkung** · Negativbefund einer dokumentierten Recherche · Ob eine Marke als Spezifikation zu markenkonformerem KI-Output führt als ein Brand Book, ist in keiner öffentlich nachprüfbaren Messung entschieden; einen öffentlichen Benchmark dafür findet die Recherche nicht. Nachbarfelder haben solche Benchmarks: Leitlinientreue in der Medizin seit Dezember 2024, Regeltreue in Support-Dialogen seit Anfang 2026. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **cowan-standards** · Historische Untersuchung · Ein Jahrhundert Haushaltstechnik hat die Hausarbeitszeit nicht gesenkt. Die Geräte ersetzten vor allem die Arbeit von Männern, Kindern und Dienstboten; die eingesparte Zeit ging in gestiegene Ansprüche an Sauberkeit und Versorgung. Die Erwartung, Automatisierung setze Zeit frei, hat einen dokumentierten Präzedenzfall, in dem genau das ausblieb. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **foresight-performance** · Längsschnittstudie · Konzerne, deren Zukunftsvorbereitung 2008 als ausgeprägt eingestuft wurde, erreichten 2015 eine Profitabilität von 16 Prozent gegenüber 12 Prozent im Branchenmittel, also 33 Prozent mehr. Beim Wachstum der Marktkapitalisierung über dieselben sieben Jahre lagen sie bei 75 Prozent gegenüber 25 Prozent im Mittel. Firmen mit erkannten Defiziten lagen 37 bis 44 Prozent unter dem Durchschnitt. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **prognose-mensch-maschine** · Laufende Messung · Auf der Turnier-Rangliste von ForecastBench steht der Median menschlicher Superforecaster mit 68,8 auf Rang vier, vor ihm drei Einreichungen von Google DeepMind mit Werkzeugen und Zusatzkontext. Auf der Basis-Rangliste ohne Werkzeuge führt der menschliche Median mit 67,8 vor dem besten Modell mit 62,6. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **prognose-assistenz** · Präregistriertes Experiment · 991 Teilnehmende beantworteten sechs Prognosefragen, teils mit Zugang zu einem Sprachmodell. Die Assistenz verbesserte die Treffsicherheit um 24 bis 28 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Bemerkenswert ist der Vergleich innerhalb der Gruppen: Auch ein bewusst überkonfident und verrauscht eingestellter Assistent half deutlich. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **abbott-zustaendigkeit** · Standardwerk · Berufe konkurrieren nach Andrew Abbotts Untersuchung nicht über die Ausführung ihrer Arbeit, sondern über deren *Definition*. Wer bestimmt, was ein Problem ist und wer dafür zuständig, hat den Wettbewerb bereits entschieden. Abbotts Befund über die Entstehung: Zuständigkeiten werden beansprucht, wenn sie frei werden. Nicht, indem man eine besetzte besser ausfüllt. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **esposito-kommunikation** · Fachbuch · Die Soziologin Elena Esposito hält den Vergleich von Algorithmen mit menschlicher Intelligenz für irreführend und schlägt einen anderen Begriff vor: künstliche *Kommunikation*. Ihr Satz dazu: Wenn Maschinen zur sozialen Intelligenz beitragen, dann nicht, weil sie gelernt haben zu denken wie wir, sondern weil wir gelernt haben, mit ihnen zu kommunizieren. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **drei-arbeitsweisen** · Feldstudie, Arbeitspapier · Eine Feldstudie unter 244 Unternehmensberatern fand drei Arten, mit generativer KI zu arbeiten. Sie unterscheiden sich nicht im Werkzeug, sondern darin, *wer den Ablauf steuert*. Wer die KI durchgehend einbezieht, erwirbt neue KI-Kompetenz. Wer sie gezielt für einzelne Schritte einsetzt und die Problemstellung selbst behält, vertieft die eigene Fachkompetenz. Wer den ganzen Vorgang abgibt, baut **weder das eine noch das andere** auf. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **kompetenz-nivellierung** · Feldexperiment · Bei 5.179 Kundendienst-Mitarbeitenden eines Großunternehmens stieg die Zahl gelöster Anliegen pro Stunde durch einen KI-Assistenten um 14 Prozent im Schnitt. Der Durchschnitt verdeckt jedoch das Eigentliche: **Anfänger und geringqualifizierte Kräfte legten um 34 Prozent zu, bei erfahrenen und hochqualifizierten war die Wirkung „minimal“.** Die Autoren vermuten, das Modell verbreite die Praktiken der Fähigeren an die Neuen. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **aufwand-statt-koennen** · Präregistriertes Experiment · In einem präregistrierten Experiment mit 444 Fachkräften mit Hochschulabschluss sank die Bearbeitungszeit für Schreibaufgaben um 0,8 Standardabweichungen, die Qualität stieg um 0,4. Auch hier verringerte sich der Abstand zwischen den Teilnehmenden; die Schwächeren gewannen mehr. Der Befund der Autoren dazu: Das Werkzeug ersetze überwiegend *Anstrengung*, statt *Können* zu ergänzen, und verschiebe die Arbeit weg vom Rohentwurf hin zu Ideenfindung und Überarbeitung. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **boussioux-neuheit-wert** · Kontrollierter Test · In einem Ideenwettbewerb zur Kreislaufwirtschaft bewerteten 300 geprüfte Bewerter je 13 von 234 Lösungen, zusammen 3.900 Bewertungen: 54 von Menschen, 180 von GPT-4 mit menschlich gesteuerten Prompts. Die menschlichen galten als neuartiger (die maschinellen minus 0,140 auf einer Skala von 1 bis 5), die maschinellen als strategisch tragfähiger, ökologisch und finanziell wertvoller und insgesamt besser (plus 0,088 bis 0,160). Am oberen Rand kippt das Bild: Die Höchstnote für Neuheit bekamen die KI-Lösungen 7,9 Prozentpunkte seltener, ihr Wertvorsprung verschwand dort in allen vier Dimensionen. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **mintzberg-muster** · Explorative Fallstudien, begriffsbildend · Henry Mintzberg definierte Strategie 1978 als „ein Muster in einem Strom von Entscheidungen“: Gebildet ist sie, sobald eine Folge von Entscheidungen über die Zeit Konsistenz zeigt. Damit werden auch die Strategien untersuchbar, die sich trotz der Absichten einstellten oder ganz ohne Absicht entstanden. Gezeigt hat er das an zwei Langzeitfällen, dem Volkswagenwerk und den USA in Vietnam von 1950 bis 1973. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **wahrgenommene-differenzierung** · Befragung · Über 17 Warengruppen in Australien und Großbritannien halten im Schnitt 11 Prozent der aktuellen Verwender ihre eigene Marke für anders und 10 Prozent für einzigartig; 17 Prozent nennen wenigstens eines von beidem. Gekauft wird die Marke trotzdem. Die Autoren empfehlen stattdessen Wiedererkennbarkeit. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md
- **de-skilling** · Befragung · In einer weltweiten Befragung von 70 Vorständen und Senior Executives beobachtet die Hälfte den Verlust von Fähigkeiten bereits im eigenen Unternehmen, mehr als 60 Prozent halten ihn binnen drei bis fünf Jahren für eine ernsthafte Bedrohung. Die fünf Fähigkeiten, die dieselben Führungskräfte als wichtigste für die langfristige Leistung einstufen, sind genau die fünf, die sie als am stärksten gefährdet sehen: Urteilen und Entscheiden, ein Problem verstehen und zuschneiden, kreatives Denken, Analyse und kausales Schließen, Lösungen entwickeln und bewerten. → https://robert-haase.de/belege-urteil.md

Ende der Übersicht: 103 von 103 Aussagen in 6 Themen.
